Wie soll man einen Menschen in Worte fassen? Zahlreiche Facetten, Ideen, Gefühle und Gedanken treffen da aufeinander. Noch schwieriger wird es, wenn man sich selbst beschreiben soll. Was macht mich aus? Was interessiert andere? Was möchte ich überhaupt öffentlich über mich preisgeben?
Ich habe hierzu ein paar Stichpunkte ausgewählt, die vielleicht etwas die Nebel um mich lichten.
Aber zunächst möchte ich mich kurz vorstellen. Ich heiße Laura, bin 25 Jahre alt und schreibe für mein Leben gern. Doch wie bin ich eigentlich zum Schreiben gekommen?
Ich als Autorin
Mit dem Schreiben habe ich schon recht früh begonnen. Natürlich gehören dazu auch Schulhausaufgaben, wo wir zum Beispiel ein Gedicht oder eine Kurzgeschichte schreiben sollten. 1994 habe ich von einer Familienfreundin ein liniertes Buch geschenkt bekommen, indem ich meine ganzen Ideen festhalten konnte. Heute kann ich über diese Texte nur schmunzeln, aber wie heißt es so schön? Jeder fängt einmal klein an. In der fünften Klasse (1996) habe ich dann auch mein erstes “längeres” Werk verfasst. Ich weiß noch genau, wie ich an mehreren Tagen vor und nach dem Mittagessen am Küchentisch saß und an meinem Text geschrieben habe. Insgesamt sind es zwar nur 1300 Wörtern, aber voller Stolz habe ich diese in Schönschrift abgeschrieben, ein paar Bilder gezeichnet und Verwandten und Bekannten zu Weihnachten geschenkt. Ich glaube mit diesem Werk habe ich die Entscheidung getroffen Schriftstellerin zu werden.
Wirklich intensiv angefangen zu schreiben habe ich wohl in der 9. bzw. 10. Klasse. Damals lernte ich durch die Darkover-Romane von Marion Zimmer Bradley die Welt des Internets näher kennen. Foren, Rollenspiele und Chatten gehörten bald zu meinem Alltag. Ich lernte zu tippen, erschuf Charaktere, tauchte ab in fremde Welten und fand einen neuen Weg für meine Kreativität. Immer mehr Texte entstanden und zahlreiche Ideen für Romanprojekte.
2005, direkt nach den mündlichen Abiturprüfungen, habe ich mit der Schule des Schreibens begonnen. Ich für meinen Teil kann sagen, sie hat mir gut getan, ist aber nicht zwingend notwendig. Für mich war es vor allem eine Möglichkeit mich intensiver mit dem Thema Schreiben auseinander zu setzen und vor allem einen Startpunkt zu haben mich über das Schreiben zu informieren.
Seitdem sind zahlreiche Gedichte, Kurzgeschichten und auch ein paar Sachtexte entstanden. Auch zwei Romanprojekte nehmen stetig an Ideen und Wörtern zu.
2008 habe ich über eine Ausschreibung das Märchen „die Perlmuttschmetterlinge“ in der Anthologie „Wovon träumt der Mond“ unterbringen können. In den folgenden zwei Jahren musste ich das Schreiben allerdings beinahe auf Eis legen. Meine Kreativität war zu sehr blockiert, da das Studium meine ganze Zeit aufgefressen hat. Seit Ende 2010 ist der Stress zum Glück vorbei und ich kann mich wieder meinem liebsten Hobby widmen.
Ich bin gespannt, welche Texte mich noch erwarten und auf welche interessanten Charaktere und Geschichten ich stoßen werde!
Und mein Beruf?
Diese Frage ist gar nicht mal so leicht zu beantworten. Nach dem Abitur habe ich 2005 mit dem Studium der Biologie begonnen. Ich liebe einfach Botanik und Ökologie. Aber auch viele Bereiche der Zoologie, Physiologie und sogar der Genetik finde ich interessant. Was ich aber nicht mag ist die Arbeitstechnik. Für mich ist es einfach nicht das wahre jeden Tag zahlreiche Proben mit Chemikalien zu versetzen, hier zu pipettieren, dort zu mischen und dann in das eine oder andere Gerät zur Messung zu geben, um dann wieder mit der nächsten Probe von vorne zu beginnen.
Deshalb wollte ich etwas anderes. Schon während meiner Diplomarbeit hatte ich die Entscheidung getroffen, die Fachrichtung zu wechseln. Die Informatik sollte es werden. – Genau dort darf ich nun auch Fussfassen. Zunächst habe ich damit gerechnet noch ein Zweitstudium absolvieren zu müssen. Doch nun habe ich eine Firma gefunden, die mich als Quereinsteigerin in die Softwareentwicklung nimmt. Nun bleibt nur noch ein Berufswunsch offen: Auch als Schriftstellerin arbeiten zu können. Dies möchte ich aber nur Nebenberuflich. Irgendwo muss ich ja auch neuen Input herbekommen …
Was ich sonst noch mache …
Schreiben und Arbeit sind nicht alles in meinem Leben. Besonders wichtig sind mir natürlich meine Freunde und Familie. Ich gehe gerne spazieren, freue mich über Spieleabende und gemeinsame Unternehmungen. Vor allem wenn es heißt, dass ich interessante Motive vor meine Kamera bekomme. Ich bin allerdings kein Mensch, der ständig unterwegs sein möchte. Ich genieße vielmehr die Ruhe und nutze auch gerne mal meine Zeit, um die eine oder andere Zeichnung oder eher Malerei anzufertigen.
Ich kann nicht sagen, wohin mich meine Zukunft führen wird, aber momentan bin ich zufrieden mit mir und meinem Leben. Nun kann ich mir nur noch wünschen, dass es so weiter geht und meine Träume wahr werden. Ich freue mich, dass ihr mich ein Stück auf meinem Weg begleitet.
Alles Liebe
Eure Laura