Archiv für die Kategorie ‘Gedanken’

Deine Farbe ist einzigartig, weil du es bist

Montag, Juli 30th, 2012

Für Mama – Eine Meditation

Stell dir vor viele tausend Farben würden um dich herum schweben. Wie Blütenblätter, die am Ende des Frühlings zu Boden segeln und sich als farbenfroher Teppich auf die Erde legen. Keine Farbe sticht mehr hervor als die andere… Ebenso wenig eine der Blüten. Jede ist auf ihre Art und Weise schön und einzigartig. Und ebenso bist du es, sind es wir alle.
In jedem Augenblick wandeln wir uns. Ändern unsere Gefühle, Gedanken. Mal sagt uns die eine Farbe mehr zu, mal die andere. Mal träumen wir von den Sternen, dann wünschen wir uns nichts sehnlicher als etwas Sonnenschein.
Wovon du auch träumst, welche Farben du auch wählst, du bist einzigartig, sei du selbst und versteck dich nicht hinter Motiven und Farben von anderen.
Wähle deine Farben, deine Wünsche und Träume…
Male nur für dich, für niemand anderen.
Schenk dir diesen Augenblick. Werde eins mit dir und den Farben um dich. Finde dich selbst. So wie du in diesem Moment bist und fühlst.

(Juli 2009)

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Blüten…

Samstag, Juli 12th, 2008

Immer wieder frage ich mich: “Was will ich eigentlich?” Und kurz darauf werde ich wieder daran erinnert. Meinen Träumen folgen. Mehr von der Welt erfahren. Und vor allem die Botanik zu meinem Hauptfach im Studium machen… warum? Nun, ich finde Pflanzen sind faszinierende Geschöpfe. Sie bilden aus wenigen Zutaten – Wasser, ein paar Mineralsalzen, Sonnenlicht – geniale Gebilde. Ich denke nun lasse ich lieber Bilder für sich sprechen…

Zu den ersten beiden Kakteenblüten: Riecht angenehm süß und hat mich heute auf meiner Fensterbank überrascht.

3. und 4. Bild: Ein interessanter Busch. Schön viele Blüten.

5. bis 7. Bild: Ein paar Bilder von einem Ausflug in die Gruga in Essen (von 2004):

Ich wünsch euch einen fröhlichen und farbenfrohen Sommertag!

Bis bald

Eluin

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Träume

Mittwoch, Juni 4th, 2008

Träume…

Jeder von uns trägt sie in sich. Die einen still und im Verborgenen und andere, die lauthals nach ihrer Erfüllung rufen. Doch jeder Traum ist einzigartig. Jeder sollte das Recht haben angehört zu werden, auch wenn er vielleicht niemals in Erfüllung geht…
Manche Träume können auch gefährlich sein. Sie zwingen uns Dinge zu tun, die wir nicht wollen. Oder sie setzen sich so in uns fest, dass wir an nichts anderes mehr denken können…
Und doch sind die Träume es, die uns vorwärts bringen. Jeden Tag ein Stück weiter. Auch wenn wir nicht unserem Wunsch näher gekommen sind, so haben wir es doch geschafft weiter zu gehen und nicht stehen zu bleiben. Manches mal merken wir vielleicht auch gar nicht, dass wir viel weiter unserem Traum entgegen gegangen sind, als wir für möglich halten…

Manche Träume gehen leicht in Erfüllung und sind nur einen Schritt entfernt. Andere Träume benötigen Jahre, ehe sie in uns reifen, zu einem festen Gedanken werden und schließlich wahr werden. Es gibt lange und kurze Wege. Schwere und leichte. Und doch ist jeder Weg es wert gegangen zu werden, wenn er uns zu unserem Herzenswunsch trägt.
Vielleicht sollten wir ab und an öfter auf unser Herz hören und fragen, wovon es träumt. Vielleicht flüstert es ja, dass wir uns nicht grämen sollen, wenn ein Wunsch nicht so schnell in Erfüllung geht, wie wir es uns erhoffen. Vielleicht lächelt es uns auch einfach nur zu und will sagen: „Geh weiter deinen Weg, dann kommst du an deinem Ziel an.“

Denn ich denke, genau das wollen die Träume. Wir sollen an unserem Ziel ankommen und uns unterwegs immer neue Ziele stecken, damit wir ständig nach den Sternen greifen.
Irgendwann einmal sagte Janet Holmes: „Greife nach den Sternen, du wirst sie vielleicht nicht erreichen, aber du wirst auch nicht auf dem Boden kriechen.“

Ich denke, wenn wir diesem Weg folgen, werden wir vieles erreichen können. Die Sterne werden für uns am Himmel leuchte und uns stets an unsere Träume erinnern. Wir können vielleicht niemals alle Träume verwirklichen, aber auf jeden fall wird uns jeder Traum einen Stück weiter bringen und uns auch in Zukunft leuchten.

In diesem Sinne wünsche ich euch wundervolle Träume!

Schlaft gut und greift nach den Sternen

Eluin

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Dankbarkeit

Montag, Oktober 22nd, 2007

Dankbarkeit

Ein Thema über das ich mir in letzter Zeit viele Gedanken gemacht habe.
Zum einen könnte ich nun viel darüber schreiben, dass es viele Menschen gibt, denen es schlechter geht als mir und dass ich um diesen Unterschied dankbar sein sollte und es auch bin. Aber darüber sind schon so viele Worte auf Papier gebracht worden, weshalb ich einfach all dies von meinem Standpunkt aus betrachten möchte. Natürlich spielen da auch solche Unterschiede eine Rolle, aber ich möchte diese nicht als Grund für Dankbarkeit anführen, sondern viel mehr die Tatsache, dass die Dinge so sind wie sie sind und nicht mit anderen vergleichen.
Viel mehr möchte ich etwas aus meinem Leben erzählen, weshalb ich dankbar bin und vor allem zu was so manche Umstände geführt haben.

Ich erinnere mich noch ganz genau daran, wie meine Mutter früher auf einer Matratze bei uns im Kinderzimmer übernachtet hat. Sie hatte zwar auch ein Schlafzimmer, aber sie schlief bei uns. Und eigentlicher erzählte sie uns jede Nacht vorm Schlafengehen eine Geschichte. Mal las sie uns diese vor oder spielte mit uns „Hänsel und Gretel“. Oder sie legte eine Kassette in den Rekorder und spielte uns die Geschichten von Florian und Sissi – zwei Schmetterlingen die in einem Blumentopf in der Nähe von einem Bach leben – vor, die unsere Tante ausgedacht und für uns aufgenommen hat. Danke dafür!

Ebenfalls aus der Zeit vor meiner Einschulung erinnere ich mich daran, wie Oma und Opa bei uns zum Baby-Sitten da waren. Ich konnte nicht schlafen und bin deshalb die Treppe hin unter ins Esszimmer gestapft, wo Oma und Opa saßen. Ich weiß nicht mehr, was sie gemacht haben, aber ich weiß noch ganz genau, wie Oma mir an diesem Abend beibrachte meinen Namen zu schreiben. Meine ersten Schreibversuche! Damals muss ich wohl etwa 6 Jahre alt gewesen sein – mit 7 wurde ich eingeschult.
Danke dafür!

Auch erinnere ich mich daran, dass ich früher eigentlich jeden Tag – egal bei welchem Wetter – im Garten gespielt habe und dort mit meiner Schwester und Mama eine richtige Kuschelhöhle gebaut habe. Und meine kleine Miri war auch da und durfte in einem Gatter hoppeln. Ich erinnere mich nicht mehr wirklich daran, dass ich mir schon damals zahlreiche Geschichten ausgedacht habe, aber es wird mir immer wieder erzählt. Danke dafür!

In der Schule habe ich Deutsch gehasst! Ganz besonders Gedichte auswendig lernen. Ich konnte die eigentlich immer als Letzte. Aber auch nur weil ich diese Hausaufgabe nie ernst nahm und die Gedichte eigentlich erst lernte, als die anderen sich nach und nach neben den Lehrer stellten und diese Vortrugen. Ganz selten habe ich die mal wirklich zu Hause gelernt.
Aber was mir dann Spaß machte war es ein Gedicht zu verfassen oder Aufsätze zu schreiben. – Zumindest mehr Spaß als Gedichte auswendig lernen.
Trotz allem auch dafür Danke. Durch diese Erfahrungen habe ich Schließlich auch gelernt, dass eine Medallie zwei Seiten hat.

Auch wenn wir schon selbst lesen konnten, so wollten wir sicher bis zum Wechsel aufs Gymnasium, dass Mama uns vorm Schlafen gehen vorliest. Natürlich nicht solche Geschichten aus Bilderbüchern, sondern Spannendes, ohne viele Bilder. So las Mama uns zum Beispiel „Die unendliche Geschichte“, „Momo“ und sämtliche Abenteuer vom „Sam’s“ vor.
Danke dafür!

Natürlich las ich auch selbst. Vor allem die Bücher von Knister – und ich liebe sie nach wie vor. Später kam auch noch so was wie „Hanni und Nanni“ oder „Die Knickerbocker Bande“ (wobei meine Schwester die mehr gelesen hat) dazu.
Danke, dass wir ständig mit neuen Büchern versorgt wurden und auch immer wieder zu Lesungen in der Bücherei gegangen sind.

Vielen Dank auch an Elke, dass sie uns ’94 so süße Schreibbücher mit Bärchen drauf schenkte. Dort verfasste ich meine ersten Texte – außerhalb von Hausaufgaben.
Wenn ich diese heute wieder lese muss ich einfach nur schmunzeln, aber ich merke, schon damals hatte ich eine blühende Phantasie und versuchte mich daran die ersten Bilder mit Worten zu zeichnen.

In der 5 Klasse – das war ’96 – verfasste ich im Oktober oder November die Geschichte „Mimi Maus und ihr Freunde“ und schenkte sie Mama zum Namenstag.
Als ich die Geschichte nochmals komplett ordentlich abgeschrieben hatte, kopierten wir diese und verschenkten sie zu Weihnachten. Noch heute erzählen mir manche von dem Werk von damals und wollen manches mal nicht glauben, dass ich die Geschichte selbst geschrieben und nicht abgeschrieben habe.
Hmm.. vielleicht schicke ich die wirklich irgendwann mal an einen Verlag. Ich habe sie ja schließlich bereits abgetippt und das Original brav in einen Ordner.
Danke auf jeden fall an alle, die mich durch ihr positives Feedback jedes Mal auf munterten.

Schweden. Nicht nur Inspiration, sondern auch der Beginn einer neuen Ära.
Ich war 12 Jahre alt, als meine Schwester, Mama, meine Patentante und ich unseren ersten (?) Urlaub in Schweden verbrachten. Zum einen genossen wir die Landschaften, aber dann spielten wir vor allem auch viele Gesellschaftsspiele, puzzelten oder lasen.
An einem Nachmittag befanden wir uns im Zimmer meiner Tante und sie hatte ihren Koffer geöffnet. Und da lag es und lächelte mich an. „Die Nebel von Avalon“ von Marion Zimmer Bradley. Ich hatte meine Bücher alle so weit durchgelesen und so schnappte ich es mir aus dem Koffer und begann zu lesen. Auch wenn meine Tante meinte, dass sie es ja eigentlich auch lesen wolle, so durfte ich es trotz allem weiter verschlingen. Mein erstes Buch der Artus-Sage. Ich kannte zwar bereits den Zeichentrickfilm „Prinz Eisenherz“ aber solch eine mystische Welt wie dieses Buch zauberte dieser nicht.
Und damit war es um mich geschehen. Die Artussage ist bis heute diejenige, die mich am meisten fasziniert.
Seit jenem Tag waren historische Romane und vor allem auch die Fantasie nicht mehr aus meinem Leben weg zu denken.
Danke dafür!

Schließlich wurde ich durch Marion Zimmer Bradley auf den Darkover-Zyklus aufmerksam. Irgendwo entdeckte Mama ein Mängelexemplar von „Ashara’s Rückkehr“ und ich konnte gemeinsam mit Maguerida Alton den Planeten Darkover mit seinen vier Monden und seinen Bewohnern kennen lernen.
Kurz danach entdeckten wir bei Weltbild die Sammler-Edition zum Darkover-Zyklus und Mama schenkte mir diese.
Danke dafür, denn dadurch hat sich vieles bewegt…

Darkover war für mich nicht nur einfach eine tolle Geschichte, sondern eine Welt in die man abtauchen konnte – heute noch so wie damals.
Durch Darkover landete ich auch immer mehr im Internet und lernte neue Leute kennen. Unter anderem trafen wir uns auf Cons und kleideten uns so, wie wir es aus den Büchern kannten und hatte einfach viel Spaß mit einander.
Auch wurde ich dadurch auf Rollenspiele und Larp aufmerksam. Danke dafür!

Das Darkover-Rollenspiel – für mich ein weiterer großer Wendepunkt, Ich weiß nicht mehr genau ob ich vor oder während dieser zeit mein 20 Seiten Manuskript-Skelett fertig stellte – aber auf jeden fall habe ich es durchs Rollenspiel geschafft mich ausführlicher mit dem geschriebenen Wort auseinander zusetzen. Dadurch wurden nicht nur meine Deutschnoten besser und ich merkte, dass die Beschäftigung mit Texten Spaß machen kann, vor allem aber lernte ich etwas kennen, was mir richtig Spaß machte. Nämlich das Schreiben.
Danke dafür!

Über die Jahre entwickelte sich mein Hobby „Rollenspiel“ weiter und ich bin stolz darauf es geschafft zu haben ein aktives Rollenspiel in einer eigenen, von den Spielern gestalteten Welt ins leben gerufen zu haben.
Vielen Dank an alle, die dies ermöglicht haben und sich aktiv an diesem vorhaben beteiliegen. Neue Gesichter sind bei uns jeder Zeit Willkommen! (Infos gibt es hier)

Aber nicht nur das Rollenspiel hat sich weiter entwickelt. Durch Darkover habe ich ein sehr liebes Pärchen kennen gelernt, die mir Ragnarok Online zeigten. Wodurch ich meinen Liebling kennen lernte.
Mit unserer Kenn-Lerngeschichte „Schicksal“ habe ich auch meinen ersten Geschickten-Wettbewerb gewonnen.
Danke dafür!

Neben Ragnarok Online vertiefte ich mich auch immer mehr ins Schreiben. Eigentlich kann ich sagen, dass ich seit ich 16/77 bin regelmäßig Schreibe.
Immer wieder wurde ich ermuntert und unterstützt weiter zu machen.
Seit Mai 2005 arbeite ich nun an der Schreibschule und spüre deutliche Verbesserungen in meinem Schreibstil. Ich muss sagen, ich werde immer zufriedener mit meinen Texten.
An dieser Stelle möchte ich mich ganz besonders bei all denen bedanken, die all dies ermöglicht haben. Vielen Dank auch, dass mich so viele auf meinem Weg zum Schriftsteller begleiten und ständig motivieren weiter zu machen. Danke!

Ich weiß wo meine Ziele liegen. Ich kenne einige meiner Stärken und Schwächen. Vor allem aber weiß ich, dass ich immer irgendwo am Horizont einen Hoffnungsschimmer finden kann.
Natürlich gibt es auch viele negative Dinge die ich gerne ändern würde – aber manches davon steht nicht in meiner Macht. Die Dinge, die ich ändern kann habe ich bereits in Angriff genommen und arbeite fleißig daran die zu meiner Zufriedenheit abzuändern. Und ich muss sagen. ich bin sehr dankbar dafür, dass ich dies kann.

Eigentlich gibt es nicht mehr viel, was ich zum Thema Dankbarkeit sagen möchte. Ich denke, das Wichtigste ist, dass Dankbarkeit ein Gefühl tief aus dem Inneren und nicht oberflächliche Höflichkeit ist. Natürlich sagt man auch aus Höflichkeit „Danke“. Aber die Dinge, für die wir wirklich Dankbar sind, die spüren wir tief in unserem Inneren. Und ich denke dies geht nicht nur mir so, sondern jedem von uns.
Ich bin jedenfalls sehr froh, dass ich dies für mich noch mal in Worte gefasst und deutlich vor Augen geführt habe.

Nun möchte ich euch aber wieder in den Alltag entlassen und mit folgenden Worten enden:

Ich bin dankbar, dass ich so bin wie, ich bin.
Ich bin dankbar, dass ich lebe und die Welt erkunden kann.

Vielen Dank für’s lesen

Eluin

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Träume brauchen Flügel (G12)

Mittwoch, September 19th, 2007

Träume brauchen Flügel

Wie so oft sitze ich grübelnd über dem Schreibtisch. Fast täglich Versuche ich zu schreiben und meine zahlreichen Ideen in Worte zu fassen. Doch wie so oft will es mir nicht gelingen. Immer wieder versuche ich an einer meiner Roman-Ideen weiter zu schreiben, doch kaum ein Wort will seinen Weg auf ‘s Papier finden.
Täglich nagt dabei die Gewissheit an mir. So werde ich niemals meinen Traum erreichen ein Schriftsteller zu werden. Vielleicht als Hobby. Hier und da eine Idee notieren, einen Anfang verfassen, einen Handlungsablauf nieder schreiben, dem einen oder anderen zu lesen geben und dann schleunigst wieder in die Schublade damit.
“Ist das wirklich alles was du willst? Willst du wirklich für die Schublade schreiben? Willst du immer alle enttäuschen, indem du nie weiter schreibst?”
Traurig blicke ich auf das Papier vor mir. Wollte ich dies wirklich, oder war es nicht mein Traum all die Geschichten zu schreiben, die ich gerne lesen wollte und sie mit anderen zu teilen?
“Na siehst du! Warum verfolgst du dann deinen Traum nicht?”
Ja, Warum eigentlich nicht? Irgendwann schreibe ich einfach nicht weiter und ich weiß nicht weshalb. An Ideen mangelt es mir nicht. Da habe ich für jedes meiner Projekte genügend. Doch warum schreibe ich sie dann nicht nieder?
“Weil du zu faul bist! Schlicht und einfach zu faul!”
“Zu faul? Wie bitte? Aber ich tue doch jeden Tag so viel und wenn ich aus der Uni komme, bin ich einfach zu ko aber… Moment! Wer redet da eigentlich mit mir und lauscht meinen Gedanken?”
“Ähm… Ich bin.. Na gut, ok, ich zeig mich ja schon!”
Wie aus dem Nichts erschien eine kleine Fee auf meinem Etui und ließ die Beine herab baumeln.
“W… wer bist du?”
“Hmpf. Eine Fee natürlich!” Das kleine Wesen verzog den Mund und stemmte die Hände in die Hüften.
“Nun sag mir nicht du erkennst keine Feen! Du schreibst und liest doch fast nur phantastisches in magischen Welten!”
“Äh, verzeih. Klar weiß ich, dass du eine Fee bist. Aber warum?”
“Warum Was? Warum ich hier bin? Warum ich weiß was du denkst? Warum du mich sehen kannst?”
“Alles.” Verwirrt zwinkerte ich und schloss dann für einen Augenblick die Augen. Tatsächlich. Da hockte eine kleine Fee auf meinem Etui und grinste mich frech an.
“Was glaubst du, warum du mich sehen kannst?”
“Weil du es so willst?”
“Genau! Hey, der Kandidat hat 100 Punkte!”
“Toll.” Zerknirscht verzog ich das Gesicht. Ich wollte meine Schreibblokade lösen und verquatschte mich stattdessen mit einer kleinen niedlichen Fee. Halt! Fee? Schreibblokade?
“Moment, sag mal, bist du vielleicht hier um mir bei meinem Problem zu helfen?”
“Richtig!” Die Elfe sprang auf, flatterte mit ihren schillernden Flügeln und zwinkerte mir zu.
“Aber”
“Kein aber! Wieso müsst ihr immer Worte wie ‘eigentlich’, ‘aber’ und ‘das kann ich nicht’ benutzen? Wenn du so ein paar Worte streichst und endlich das tun würdest, was du dir am meisten wünscht, dann würden deine Träume auch endlich Flügel bekommen!“
Träume Flügel? Oh wäre das schön! Wenn ich fliegen könnte, dann würde ich die ganze Welt bereisen. Ich wäre im einen Moment hoch im Norden und würde die Polarlichter tanzen sehen und im nächsten Augenblick könnte ich am Strand sitzen und dem Klang der Wellen lauschen… Wenn ich doch nur Flügel hätte!
“Verdammt! Du hast doch schon längst diese Flügel!! Du musst nur endlich umdenken und diese auch nutzen!”
“Aber wie?“
“Streich endlich ein paar Worte aus deinem Wortschatz! Und vor allem eine gewisse grammatikalische Form!”
“Häh?”
Man konnte der kleinen Fee richtig ansehen, wie ihr der typische Tropfen aus Mangas am Gesicht vorbei glitt. – Ich wollte ja verstehen, nur irgend wie bin ich wohl zu verbohrt!
“Da! schon wieder! Was sucht denn dieses wohl im Satz? Und weshalb schreibst du wollte und nicht will?”
“Hmm?”
“Nun, streich erstmal so Worte wie ‘wohl’, ‘aber’, ‘eigentlich’, und sämtliche Konjunktivformen wenn du über dich, dein leben und deine Zukunft nach denkst!”
Da ist was dran. Solche Worte drücken doch nichts anderes als Zweifel aus und will ich wirklich dauernd an mir und meinen Fähigkeiten zweifeln? Nein. Eigentlich nicht! Und genau dieses eigentlich sagt es doch aus. Ich will es nicht. Aber warum tue ich es dann?
“Siehst du? Du kommst dem Ganzen schon näher. Werf deine Zweifel über Board! Du hast es nicht nötig zu zweifeln! So wirst du nie fliegen können! Zweifel sind schwere Steine, sie halten dich am Boden fest und lassen dich nicht in die Lüfte steigen.”
“Ja schon, aber,… Wie werde ich sie los?”
“Hihi”, kichernd stupste mich die Elfe an der Nase und schwebte wieder zurück auf ihr Etui. “Ich werde es dir zeigen. Schließe die Augen und lass dich von mir führen!”

… Spürst du den Wind, wie er deine Nase kitzelt? Riechst du das Salz, dass er mit sich trägt? Hörst du das Rauschen der Brandung? Das Kreischen der Möwen? Du weißt, du bist am Meer. Dein Herz und alles in dir sehnt sich nach den Dünen… den Pflanzen der Salzwiesen. Du möchtest über den weichen Sand rennen. Das Wasser spüren, wie es in sanften Wellen die Muscheln und deine Füße kühlt. Die Weite. Der Horizont! Die Sonne! Du willst spüren, dass du endlich diesen Ort erreicht hast! Willst ihn sehen. Nein, was sage ich? Du willst ihn leben! So lebe das Meer! Werde eins mit ihm! Gestatte deinem Herzen zu fliegen und endlich seine Flügel auszubreiten!…

“Oh ja! Das Meer! Wie gerne würde ich doch für ein paar Tage dahin fahren. – Aber wie immer fehlt das Geld dazu!”
“Dann flieg doch einfach dahin! Breite deine Flügel aus und laufe mit Jalen über den Strand in der Nebelbucht. Spüre was sie spürt und mache es zu einem Teil von dir! Jalen ist ein Teil von dir!”
“Aber…”
“Kein aber! Wirf endlich deine Zweifel über Board!”
“Ich bin doch noch Lange nicht gut genug, um meine Ideen in ein gescheites Werk umzuwandeln!”
“Wie willst du dich denn verbessern wenn du niemals deine Ideen in Angriff nimmst und beginnst sie zu verwirklichen?”
Irgendwie hatte die kleine Fee da recht und ich wusste dies auch ganz genau! Doch warum kann ich diese Zweifel nicht einfach über Board Werfen und los legen?
“Weil sie sich in dir fest gebissen haben! Mach dich weniger schmackhaft und glaube an deine Ideen, Träume und Wünsche! Spring am Anfang nur ein kleines bisschen, bis du bald von ganz allein mit den Flügeln schlägst und in die Wolken empor schwebst, immer der Sonne entgegen.”
Puh! Das ist viel und schwer!
“Nein, eigentlich nicht!”
“Menno du lies ja schon wieder alles mit!”
“Das ist mein Job! Leuten zu helfen und sie dazu zu führen, dass ihren Träumen endlich die Flügel wachsen, die sie schon lange in sich tragen.”
“Ich glaub ich weiß langsam, wie ich das anstellen könnte…” Und wieder schossen mir tausende von Gedanken durch den Kopf. Warum fliege ich nicht einfach los? Welche Zweifel halten mich noch am Boden fest? Wie kann ich sie abwerfen? Was sind meine Ziele? Wie kann ich sie erreichen? Ok, ein Mittel dafür wusste ich nun! Ich musste meinen Träumen endlich ihre Flügel wachsen lassen… Aber wie?
“Indem du deine Fragen klärst. Und einfach immer wieder hingehst, die Augen schließt und deine Träume wahr werden lässt. Schreib dir alles auf. Ganz besonders deine Gefühle beim Träumen und du wirst merken, mit der Zeit wirst du immer höher springen und dann endlich befreit fliegen.” Mit diesen Worten verschwand die kleine Fee und ich war wieder allein. Doch war ich dies wirklich? Umgaben mich nicht Tag täglich meine Träume und Wünsche und warteten darauf in Erfüllung zu gehen?
Ich sollte mich nicht weiter von Rückschlägen und kleinen Steinen entmutigen lassen, sondern meinen Weg dann erst recht weiter gehen!
Und tief in mir wusste ich:

Träume können die Zukunft verändern. Doch erst wenn man die Augen öffnet, kann man sie verwirklichen.
Den Träumen müssen Flügel wachsen, damit sie der Sonne entgegen streben. Zweifel müssen zurück gelassen werden, erst dann können die Träume sich entfalten.

“Fliege hoch, fliege frei! lass deine Träume dich leiten und dich in eine glückliche Zukunft führen.”, flüsterte die Stimme der Fee aus dem Nichts und zum Abschied zauberte sie mir einen kleinen blauen Stein auf meinen Block.
“Trage ihn stets bei dir und halte an deinen Traumen fest!”
Ich musste lächeln und konnte befreit aufatmen.
Meine Träume werden wahr und ich werde meine Ziele erreichen.

(18. September 2007)

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Ersetzbar?

Montag, Juli 9th, 2007

Kein Mensch ist ersetzbar. Jeder Mensch ist einzigartig. Auch wenn der eine oder andere vielleicht genau das Gegenteil von sich glaubt.

Ein netter Satz sagt: Auch ein Niemand, ist ein Jemand.

Man muss nicht berühmt sein oder etwas extremes geleistet zu haben um sagen zu können, dass man Jemand und einzigartig ist. Nein, schon allein, dass man auf der Welt ist, seine eigenen Gedanken denkt und sein Leben lebt, macht jeden Menschen zu etwas einzigartigem. Es gibt schließlich niemals zwei Leben die genau gleich verlaufen. Selbst bei Siamesischen-Zwillingen kann dies nicht der Fall sein. Der eine denkt schließlich immer ein Stück neben dem aderen, da er räumlich um ein paar Centimeter verschoben ist und schon alleine so ein kleiner Abstand kann ein komplett anderes Bild der Umgebung erzeugen. Und da jeder etwas anderes sieht, anderes erlebt und somit andere Erfahrungen gemacht hat, beeinflusst dies auch die Handlungen der Person und somit sein Denken und Fühlen.

Jeder ist einzigartig.

Und da jeder einzigartig ist, und jeder somit ein gewisses Potential hat noch erstaunlichs in seinem Leben zu leisten – und sei es nur für Familie und Freunde (es muss ja nicht gleich jeder den Nobellpreis gewinnen oder auf sämtlichen Bühnen dieser Welt tanzen) – ist keiner ersetzbar.

Nicht umsonst sind Freunden, Bekannten und Angehörigen im Todesfall eines geliebten Menschen sehr betroffen und spüren eine Lücke in ihrem Leben. Und diese Lücke kann keiner ausfüllen außer dieser einen Person. Auch wenn neue Freunde und liebe Menschen trotz eines Totesfalls gefunden werden, so können diese doch niemals den Verlust ausgleichen. Nein, diese Lücke bleibt immer und wird niemals wieder so geschlossen werden können.

Niemand ist ersetzbar. Niemanden kann man austauschen. Jeder ist einzigartig und auf seine Art etwas besonderes.

Ich danke euch allen, dass ihr an meiner Seite seid und diese Welt für mich so gestaltet, wie sie ist, damit ich mich so entwickeln kann, wie ich bin. Nur so kann auch ich zu etwas einzigartigem, besonderem und nicht ersetzbaren werden.

Eine fehlende Note in einer Melodie, eine fehlende Farbe im Regenbogen oder eine fehlende Blüte an einem Rosenstrauch kann die Welt schon ganz anders erscheinen lassen und verändert alles.

“Niemand ist wie du. Niemand in deinem Land, auf deinem Kontinent, auf diesem Planeten, in der Galaxie. Niemand, weil du einmalig bist. Jeder macht andere Erfahrungen, hat einen anderen Blickwinkel und deutet die Welt anders. Jeder ist einzigartig. Niemand ist ersetzbar.”

(9. Juli 2007)

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Fragen – Lernen – Wissen

Dienstag, Januar 20th, 2004

Fragen – Lernen – Wissen

Vanora hatte viele Fragen. Dies wusste auch die alte und als weise bekannte Frau, zu der Vanora gekommen war, um sich ein paar dieser Fragen beantworten zu lassen.
Die alte Dame versuchte Vanora zunächst einen ihrer wichtigsten Grundsätze nahe zu bringen: “Fragen sind zwar da um gestellt zu werden, doch sind diese nicht der einzige Weg, um etwas zu Erfahren und zu Lernen.”
Vanora wunderte sich. “Ich darf und soll lernen, aber keine Fragen stellen?” “Nein.”, berichtigte sie die Weise. “Du sollst Fragen stellen. Aber immer nach der Reihe und da, wo sie angebracht sind. Zügle deine Neugierde etwas und du wirst sie mehr befriedigen können als du es könntest, wenn du sie ungezügelt auf alles los lässt.”

Damit hatte die Frau ihrer Schülerin den ersten wichtigen Grundstein gelegt. Doch sollte dies nicht alles sein, was sie Vanora an diesem Tag bei brachte. Auch über das Wissen wollte sie ihr etwas wichtiges mitgeben.
Aus diesem Grund versuchte sie Vanora zu erklären, was es mit dem Wissen auf sich hat, als Vanora bemerkte, dass ihre Lehrerin viel zu Wissen schien. “Nein, ganz im Gegenteil. Was ist schon Wissen? Was kann ein Mensch schon wissen?
Schau her. Alles was du denkst zu Wissen, beruht auf Theorien, die du als Wahr angenommen hast. Doch du kannst nicht Wissen, ob diese auch Wirklich der Wahrheit entsprechen. Deine Theorien sind zwar mit denen von anderen Vergleichbar, aber deshalb noch lange nicht wahr. Ich werde dir ein Beispiel geben. Es beginnt nämlich schon bei der Benennung von Dingen. Jede Sprache hat für alle Möglichen Dinge einen oder teilweise auch mehrere Begriffe. Und doch bezeichnen sie das Gleiche. Aber von diesen Begriffen gibt es weder einen falschen, noch einen richtigen. Genauso verhält es sich beim Wissen. Wir stellen Theorien auf. Wir glauben, dass etwas richtig ist, oder genauer gesagt, so sein sollte. Doch Wissen können wir es nicht. Wir können zwar Gründe finden, die eine Theorie unglaubwürdiger erscheinen lassen als eine andere und genauso auch Gründe finden, die eine andere Theorie glaubwürdiger erscheinen lassen, aber wir können weder eine Theorie als vollkommen falsch oder gänzlich richtig erklären. Alles basiert auf Vermutungen.
Ich Frage dich, was kann der Mensch wissen? Gibt es irgendetwas?
Der Mensch kann nicht wissen, wie alt er ist, da er nichts sicheres über die Zeit weiß. Auch weiß er nichts sicheres über die Welt, die ihn umgibt. Er stellt zwar jede Menge Beobachtungen und Vermutungen an, doch wissen tut er im Endeffekt nichts.
Doch zurück zu den augenscheinlich falschen und richtigen Theorien. Du hast sicher schon davon gehört, dass man eine Theorie nie verifizieren kann. Warum? Ganz einfach. Man hat einfach nur noch keine Grund gefunden, der gegen diese Theorie spricht.
Ähnlich schaut es mit den augenscheinlich falschen Theorien aus. Man hat vielleicht jede Menge gegen diese Theorie gefunden, aber es gibt genauso wie es bei den richtigen Theorien sicher etwas falsches gibt, auch hier irgendwo ein Fünkchen Wahrheit.
Und genau das ist es, was der Mensch findet. Der Mensch findet und entdeckt immer nur einen Kern, einen Funken der Wahrheit. Doch er wird nie die ganze Wahrheit finden. Daher können Menschen nicht Wissen. Sie können lernen, aber nicht wissen. Menschen können Beobachten und dadurch lernen. Auch neue Theorien können sie aufstellen und Gründe gegen bestehende finden, doch wirkliches Wissen können Menschen nicht erlangen.
Genauso können wir nicht Wissen, ob diese Theorie stimmt. Wir können es nur annehmen.”

Zwischen ihren Erklärungen hatte die alte Dame immer wieder Pausen eingelegt, so dass Vanora ihr folgen konnte.
Als sie glaubte, dass Vanora alles verstanden hat, entließ sie jene mit folgenden Worten: “Steh auf, gutes Kind und schau, was die Welt dir noch so zu bieten hat.”

Vanora lächelte zufrieden und befolgte den Rat der Alten. Sie schritt hinaus in die Welt und nahm alles in sich auf was sie finden konnte. Sie lebte einfach…

(16 & 20. Januar 2004)

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Glück

Sonntag, Juni 22nd, 2003

Glück

Was ist Glück?
Ist es alles zu haben, was man wünscht?
Ist es das Leben in seinen vollsten Zügen zu genießen, ohne sich um irgendetwas zu sorgen?

Was ist es?
Wer kennt schon die Antwort darauf.
Nun, ein glücklicher Mensch vielleicht?
Aber wer ist schon richtig glücklich?
Sind wir nicht alle immer nur in gewissen Augenblicken unseres Lebens glücklich?
Ist Glück nicht einfach nur eine Belohnung?
Eine Belohnung für erreichte Ziele, für begangene Taten?

Was ist glück?
Mein Herz sagt mir, Glück ist das, was du spürst.
Ein Gefühl, als ob man die ganze Welt umarmen könnte.
Ein Gefühl, dass in jenem Augenblick nichts anderes zu lässt als froh zu lachen.
Ein Gefühl, dass den Anschein gibt, als ob man so leicht wie eine Feder sei.

Was ist Glück?
Glück ist etwas, was nicht zu greifen, nicht zu definieren ist.
Etwas, was jedem selbst überlassen bleibt.

(22.06.2003)

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