Leipziger Buchmesse 2017

Flaggen LBM 2017 Foto

Ein Messetag? Viel zu kurz!

Dieses Jahr war ich das erste Mal auf der Leipziger Buchmesse (davor nur einmal auf der Frankfurter Buchmesse und häufiger auf den Spielemessen in Essen). Ich hätte nicht gedacht, dass ich mich dort trotz so vieler Menschen so wohl fühle und sage: zu kurz! Aber ich fange lieber von vorne an …

Was das wohl wird?

Ich war hibbelig, gespannt und neugierig. Mein letzter Besuch auf einer Buchmesse war noch im Studium und in weniger guter Erinnerung: anstrengend, voll, nur bedingt interessant. Ich liebe Bücher, aber wenn man vor Menschen kaum noch einen Blick darauf bekommt und sich ansonsten auch nur wie in einer großen Buchhandlung fühlt, dann passt etwas nicht. Also war ich entsprechend gespannt, wie Leipzig wird. Mein Eindruck: völlig anders. Gut, seitdem habe ich mich als Autorin weiterentwickelt und bin mit anderen Erwartungen und Vorstellungen hingefahren. Ich wollte liebe Menschen treffen, neue Informationen zu Verlagen, Selfpublishing und Strategien als Autor entdecken. Vor allem aber wollte ich einfach Spaß haben. Der Spaß hat bereits auf der Busfahrt mit meiner Schreibgruppe begonnen. Von Braunschweig aus sind wir losgefahren und ca. 4,5 Stunden später (blöder Stau) waren wir an der Messe. Vom Prakplatz ging es zur Taschenkontrolle und von da zum Eingang.

Taschenkontrolle LBM 2017 Foto
Taschenkontrolle LBM 2017
Eingang Ost LBM_2017 Foto
Eingang Ost LBM_2017

Meine Mädels und ich sind zunächst durch die halbe Messe gerannt, um irgendwie zum Fachbesuchereingang zu gelangen. Na ja, wirklich was gebracht hat es uns nicht. Allerdings waren dort die Toiletten und Garderoben nicht so überfüllt. Bis zum nächsten Jahr finde ich heraus, was uns ein Fachbesucherticket noch alles bringt. Wozu gibt es meine Lieblingsautorenforen 😉

Vom Congresscenter aus sind wir dann Stück für Stück durch die Messe gestolpert. Wir wollten Vorträge hören, uns umsehen und Leute treffen. Vor allem aber wollten wir die LBM auf uns wirken lassen.

Meine Gruppe LBM 2017 Foto
Meine Gruppe LBM 2017 – Nicole, Sonja und ich, ein Teil meiner Schreibgruppe

Leute haben wir tatsächlich getroffen. Einige liebe Autoren aus dem Tintenzirkel-Autorenforum. Fotos habe ich zwar kaum, aber immerhin eins mit mir, L. F. Montemunion (irgendwann merke ich mir wie es nach „Monte“ weiter geht 😛 ich werde immer besser :D), Jen (ich liebe dein Cover! Tolle Idee, das in deinen Ausweis zu stecken) und Rajou (war schön, dich wiederzusehen). Dazu noch viele andere. Leider konnte ich ein paar Zirkler nicht treffen, die ich gerne getroffen hätte. Dafür war die Zeit einfach zu kurz. Trotzdem war es sehr schön.

Mini-Zirkler-Runde LBM 2017 Foto
Mini-Zirkler-Runde LBM 2017 – Eluin, L.F. Montemunion (auch aus meiner Schreibgruppe), Jen, Rajou

Was gab es so?

Eine Menge. Bücher, Vorträge, Lesungen, Cosplayer – Menschen! Besonders haben mir die Gesprächsrunden und Interviews im Forum autoren@leipzig gefallen. Die Vorträge bei Neobooks und Book on demand waren zwar zunächst meine Favoriten, aber wir haben schnell gemerkt, dass wir bereits zu viel Wissen dafür gesammelt hatten. Die Gesprächsrunden dagegen haben auch für uns noch neue Ideen und Ansichten gehabt.

Gesprächsrunde LBM 2017 Foto
Gesprächsrunde LBM 2017

Lesungen wie bei der Leseinsel Fantasy haben wir leider eher im Vorbeigehen mitbekommen. Dafür war die Zeit zu knapp.

Lesung Fantasy Leseinsel LBM 2017 Foto
Lesung Fantasy Leseinsel LBM 2017

Begeistert haben wir vor allem auch immer wieder die Cosplayer beobachtet, die sich in der Glashalle versammelt hatten. Überall liefen Menschen herum, die wahnsinnig detaillierte und liebevoll gestaltete Kostüme trugen. Sei es aus dem Manga/Animee-Bereich, Computerspielen, Harry Potter, Disney oder Bereichen, wo ich nicht einmal im Ansatz erraten konnte, wo die Figuren her sein mochten. Auch LARPER (Live Action Roleplayer) sind uns begegnet. – Einfach viel geniales fürs Auge.

Cosplay LBM 2017 Foto
Cosplay LBM 2017

Wie? Schon zu Ende?

Ja, leider. Wir waren knapp 5,5 Stunden auf der Messe. Die meiste Zeit sind wir zwischen Halle 5 und Halle 2 gegondelt. Teilweise mussten wir gesperrten Übergängen ausweichen und uns durch die Menschenmassen schlängeln. Gerne hätte ich mehr Zeit gehabt, aber der Reisebus wartet nicht. Deshalb haben wir für uns beschlossen: Nächstes Jahr brauchen wir mehr Zeit. Zeit für Treffen, zum Quatschen und Umsehen. Vieles haben wir nicht einmal im Ansatz gesehen. In die Comic und Manga Halle haben wir uns gar nicht rein getraut, da ein Teil unserer Schreibgruppe bereits meinte, dass es dort weder vor noch zurückgeht.

Dennoch nach der Messe war ich zwar absolut ko, aber glücklich. Viele neue Eindrücke und zahlreiche Inspirationen. Nun kann es weiter gehen und ich freue mich aufs nächste Jahr.

Ich nach der LBM 2017 Foto
Ich nach der LBM 2017
Flaggen LBM 2017 Foto
Flaggen LBM 2017
Ausbeute LBM 2017 Foto
Meine Ausbeute von der LBM 2017

Wie sieht es mit dir aus?

Warst du mal auf einer Buchmesse oder sogar auf der LBM? Gibt es etwas, was du empfehlen kannst oder dich besonders interessieren würde?

3 Gedanken zu “Leipziger Buchmesse 2017”

  1. Schön, dass die LBM dir so gut gefallen hat! Die Fotos sehen toll aus! Ich höre auch ständig, dass dort Netzwerken bzw. der private Besuch viel einfacher und angenehmer ist als auf der FBM, bei der es fast nur um Rechtehandel geht und du als Privatmensch eher erschlagen (oder ignoriert) wirst. Ich war dieses Jahr nicht in Leipzig, aber nach den vielen begeisterten Berichten, die schon langsam eintrudeln, will ich auf jeden Fall nächstes Jahr kommen!

    Abgesehen davon hab ich ein Auge auf die Buch Berlin im November geworfen – relativ neu, viele kleine Verlage (perfekt für Autoren wie uns), außerdem kommen einige meiner Übersetzerkollegen. Früher oder später können wir zwei uns sicher auch auf einer Messe treffen! 🙂

    • Da bin ich absolut für. Würde mich echt freuen, dich zu treffen. Buch Berlin klingt gut. Hast du mal von der BuCon gehört? Die findet parallel zur FBM in der Nähe statt. Die finde ich klingt interessant. Das mit dem Rechtehandel auf der FBM erklärt natürlich meinen Eindruck. Aber gut, ich war vor 10 Jahren oder so da? Mal schauen, vielleicht fahr ich dennoch im Oktober hin, zumindest zur BuCon.

      • Nein, die kenne ich gar nicht, wirkt ziemlich klein? Ich glaube, bei nur Phantastik würde sich für mich der Weg nicht lohnen. Dazu kommt, dass ich innerhalb von 2 Monaten eher nur einen großen Trip machen will bzw. kann, und Berlin ist paradoxerweise praktischer, weil ich da sowieso fliegen würde.

        Aber naja, spätestens wirds dann nächstes Jahr in Leipzig was? 😉

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