Masken in Fiction und Realität

Masken

Ein falscher Gesichtsausdruck, unpassende Worte; dazu ein Körper, der gesundheitlich oder vom Aussehen her von der gesellschaftlichen „Norm“ abweicht – alles Aspekte, die Charaktere aus Dystopien in Gefahr bringen können. Aber bleibt es bei der Fiction? Ist es nicht auch unser Alltag, in dem wir unser wahres Selbst hinter verschiedenen Masken verbergen?

Zwang und Versteckspiel

Zwanghaftes Versteckspiel ist ein häufiges Thema in Dystopien. Ich nutze ebenfalls gerne diese Thematik. So kann ich beobachten, welche Möglichkeiten zur Entwicklung und Individualisierung meine Protagonisten haben, wenn Erziehung und Gesetzte sie in festgelegte Formen pressen wollen. Oft können oder wollen meine Charaktere die Vorgaben der Gesellschaft nicht erfüllen.
So bangt Cass aus meiner Dystopie „FantasyRealm“ (Arbeitstitel, Rohfassung Dezember 2016 beendet) darum, vom Gesundheitssystem aussortiert zu werden. Nur wenige Bewertungspunkte bleiben ihr, bevor sie bei der nächsten Beurteilung aus dem Grünen Bereich rutscht. Es scheint keinen Ausweg zu geben. Ihr Gesundheitszustand verschlechtert sich zusehends, da sie in ihrer Sucht, Leben zu wollen, gefangen ist. Leben kann sie nur noch in der virtuellen Realität des FantasyRealm. Stunde um Stunde „entspannt“ – der eigentliche Zweck des Realms – sie dort, betreibt dadurch aber Raubbau an ihrem Körper. Schlafmangel, Aufputschmittel und ein psychischer Absturz werden ihr zum Verhängnis. Der Rote Bereich – irreversibel krank, von der Regierung auszusortieren – droht. Mit letzter Kraft klammert Cass sich deshalb an die Masken, die sie zu tragen gelernt hat, um zu entkommen.

Cass Blick wanderte hinaus. Die zahlreichen Etagen der Wohnkomplexe unter der Kuppel aus Stahl bereiteten ihr eine Gänsehaut. Alles wirkte, als würde es ihr die Luft zum Atmen nehmen. Es gab keine Wälder oder weite Seen, wie im FantasyRealm. Wie sollte sie in der Realität lernen sie selbst zu sein? Hier trug jeder eine Maske, um sich anzupassen. Niemand war er selbst, sondern jeder lebte nur für das System.
Laura Kier, „FantasyRealm“ (Ausschnitt aus Kapitel 7, Rohfassung)

Niemand von uns möchte mit den Einschränkungen solch einer Welt leben. Wir wollen frei entscheiden können, was wir fühlen, denken oder sagen. Dennoch leben wir bereits einige Aspekte aus Dystopien. Ausgrenzung, Fremdenhass und Selbstbetrug sind nur ein paar Ausprägungen, wie sich der Umgang mit Abweichungen zeigen kann.
Mir persönlich ist durch meine Erkrankung vor allem Unverständnis begegnet. Häufig habe ich versucht, mich zu erklären (so ist unter anderem der Artikel „Die Magie des Heidelbeerstrauchs“ entstanden). Doch Erklärungen kosten Kraft. Ab und an zudem Mut oder Überwindung. Einfacher ist es, eine Maske aufzusetzen:
„Wie geht es dir?“ – „Gut.“ 1
Schublade auf. Schublade zu. – Täglich leben wir damit. Weshalb?

Für mich steht fest, dass es mehrere Gründe gibt, warum ich zu einer Maske greife, statt ich selbst zu sein:

  • Masken machen es leichter, den Alltag zu bewältigen, sobald man auf Unverständnis oder „nicht damit beschäftigen wollen“ trifft
  • Häufig will ich es anderen rechtmachen und sie nicht vor den Kopf stoßen. Besonders, wenn jemand von seiner Meinung zu sehr überzeugt ist. Dann ist es einfacher, zu nicken, als in eine Diskussion verwickelt zu werden, die ich in dem Augenblick nicht führen möchte.
  • Eitelkeit. Wir wollen oft nicht zeigen, was in uns vorgeht, wie wir ungeschminkt aussehen. Vor allem viele Frauen, die sich nur mit Farbe im Gesicht hübsch fühlen, neigen dazu. Zudem wollen wir nicht von der Norm abweichen. Kurz: Wir wollen angenommen und geliebt werden. Doch unser Selbstbild sagt: Nur mit einer Maske ist das möglich. Ohne Anpassung bleiben wir Außen vor.
  • Selbstbetrug ist ebenfalls ein entscheidender Punkt: Wir stellen uns dar, wie wir glauben wollen, dass wir sind. In Wirklichkeit leben wir aber ein Leben, dass nicht dem entspricht, was uns ausmacht.

Vorstellung und Wirklichkeit

Mehr oder weniger intensiv treten diese feinen Nuancen täglich auf. Bei mir, bei dir – bei den Menschen in unserem Umfeld. Die Masken fallen aber erst auf, wenn sie ins Extreme kippen. Sobald der Normzustand und das eigene Empfinden zu stark voneinander abweichen – so wie wir es in literarischen Vorlagen lesen können.
Ein solches Extrem zeigt sich bspw. auch in „Secrets. Ich fühle“ von Heather Anastadiu 2 . Die Protagonistin Zoe wächst in einer Welt ohne Gefühle auf. Ein implementierter Chip sorgt dafür, dass Emotionen unterdrückt werden und ein sogenannter Link aufgebaut wird. Durch diesen Link werden Farben gedämpft und die Welt erscheint eintönig. So sind Logik und Ordnung das höchste Gut.
Allerdings wird es schwierig, wenn der eigene Chip eine Fehlfunktion hat, wie bei Zoe. Unregelmäßig fällt sie aus dem Link. Dann nimmt sie die Welt wahr, wie sie wirklich ist. Auf die Weise lernt sie ein Leben kennen, das sich vollkommen von dem unterscheidet, was sie bisher kannte. Interessant, aber nicht ungefährlich. Sie muss sich verstecken, denn Träger von Fehlfunktionen wie ihrer würden repariert oder schlimmer noch zerstört. Also bleibt ihr keine Wahl, als eine Maske aufzusetzen.
Individualität ist nicht vorgesehen. Selbst zu entscheiden und sich von Gefühlen leiten zu lassen genauso wenig. Für uns eine abschreckende Vorstellung, doch vor gar nicht allzu langer Zeit, sah die Etikette Ähnliches für uns vor.
Masken
Jeder von uns trägt Masken – was verbirgt sich unter deinen?
Während meiner Recherchen 3 für einen Steampunk-Roman, an dem ich derzeit schreibe, bin ich tief in Benimmregeln und Verhaltensmuster aus dem 19. Jahrhundert abgetaucht. Wiederholt liefen mir Aussagen über den Weg, in denen Frauen als „emotional“, „passiv“ und „zur Selbstverleugnung auserkoren“ dargestellt wurden. Für das weibliche Geschlecht war die Familie zur Erfüllung ihres Daseinszwecks unabdingbar – so die weitläufige Meinung. Selbstständigkeit oder Emotionen nach außen zu zeigen, war gerade in den oberen Gesellschaftsschichten verpönt. Die Frauen mussten sich hinter Masken verstecken und ihre tatsächlichen Wünsche für sich behalten. Natürlich gab es Gegenbewegungen, dennoch schafften sie es nur langsam, das gesellschaftliche Normbild zu verändern. – Heute für viele eine erschreckende Vorstellung wie wir sie aus Dystopien kennen. Trotzdem bemerken wir auch jetzt Strömungen, die uns in ähnliche Richtungen treiben.
In der Hinsicht hat mir der Roman „Regenbogentänzer“ von Nicole Walter 4 besonders imponiert. Selten lese ich Gegenwartsliteratur, aber der Titel hat es mir angetan: Milena ist eine Tänzerin, die nicht länger auf der Bühne stehen kann und sich neu orientieren muss. Wie sie das anstellen soll, da ihr das Leben nicht mehr lebenswert erscheint, sagt ihr keiner. Zum Glück trifft sie auf die Bewohner des Regenbogenhauses. „Komische Menschen“. Schublade auf, Schublade zu. Erst beim zweiten Blick bemerkt Milena, dass diese Leute eine andere Sicht auf die Welt haben. Allein würden sie in unserer Gesellschaft nicht zurechtkommen, da sie keine Masken tragen wie viele andere. Dafür wissen sie jedoch, was das Leben lebenswert macht. Vor allem zahlreiche Perspektiven, die nicht dem Allgemeinbild entsprechen, brachten mich bei der Lektüre zum Nachdenken.
Gerade wenn ich mir aktuelle Nachrichten oder Erfahrungsberichte ansehe, merke ich, dass wir „Andersartige“ oft zur Seite schieben. Egal ob Ausländer, „Verrückte“ oder einfach Menschen, die uns unbequem sind. Schade, da gerade sie eine Bereicherung für uns sein könnten, um Blickwinkel zu wechseln und Neues zu lernen. Vielleicht wäre es manchmal gut, die eigenen Masken fallen zu lassen und den Schritt zu wagen, aufeinander zuzugehen. – Doch sind Masken wirklich immer schlecht?

Befreiung und über sich hinauswachsen

Gut oder böse? Über die Frage musste ich eine Weile grübeln. Masken bedeuten auch Schutz. Wir müssen uns nicht offenbaren und unsere Verletzbarkeit zeigen. Außerdem können sie uns befreien. Narrenfreiheit, Anonymität. Sei es bei Veranstaltungen wie Halloween und Karneval oder im Internet unter Nicknamen …
Plötzlich trauen wir uns, aus uns herauszukommen und Dinge zu tun, die wir sonst möglicherweise meiden würden. Ob das hilfreich oder schädlich ist, kommt wohl auf die einzelne Person, ihre Absichten und Taten an. Dennoch kann es befreiend sein zu einem anderen Charakter zu werden. Ebenso wie wir dadurch neues Entdecken und über uns hinauswachsen können.

Gerade die Fähigkeit uns in fremde Gefühlswelten hineinzuversetzen, gibt uns die Möglichkeit, kreativ tätig zu werden. Wir fiebern in Geschichten mit den Figuren mit, wollen wissen, wohin sie ihr Weg führt.
In virtuellen Realitäten von Spielen (Computerspiele, Rollenspiele, …) nehmen wir oft eine Rolle an. Hierbei können wir teilweise unseren Wünschen entsprechend die Entwicklung der Charaktere mitgestalten. Wir werden zu einer Gestalt in einem Gefüge der programmierten Welt.
Verkleiden, in andere Rollen schlüpfen und sich ausprobieren macht uns Spaß. So kann eine äußere Maske die innere ablösen. Es bereichert unser Leben, kann uns sogar befreien.

In Büchern und Filmen hingegen folgen wir den Gedankengängen von Autoren, die uns auf eine Reise mitnehmen. Oft sind es die extremen Ansichten der dargestellten Gesellschaften, die uns abschrecken und aufwecken. In Dystopien, den düsteren Zukunftsaussichten, deren Grundgedanken zumeist unserer Wirklichkeit entstammen, kommt das Versteckspiel mit Ausbruch aus dem Bekannten häufig vor. Masken werden aus Zwang getragen, sie bedeuten Unterdrückung und Verlust von Freiheit. Aber wir wollen für uns ein anderes Leben.
Für mich ist entscheidend, zu erkennen, wann ich mich hinter einer Maske verstecke, sie absichtlich nutze oder mich erdrücken lasse. Nur so kann ich aus dem dystopischen Setting ausbrechen, dass auch unsere Gesellschaft in einigen Aspekten zeigt.

Wie sieht es mit dir aus?

Bist du dir der Masken bewusst, die dich im Alltag begleiten? Nutzt du sie für dich als Befreiung oder bedeuten sie Zwang und Unterordnung?

Mehr zum Thema „Phantastische Realität“

Zusammen mit einigen Autoren aus dem Tintenzirkel ist mit Meara Finnigan eine Essaysammlung zum Thema „Phantastische Realität“ entstanden. Wir Autoren haben uns jeweils einen Aspekt herausgepickt, wo phantastische Romane reale Problematiken aufgreifen. Eine Übersicht über die Sammlung findest du auf der Webseite von Meara


1 Wobei ich oft erlebt habe, dass ich mich zwar hinter einem „Gut“ verstecke, aber mein Gegenüber keine andere Antwort erwartet, um sich mit dem tatsächlichen Zustand nicht befassen zu müssen. Natürlich gilt dies nicht für jeden Menschen und ich habe viele Freunde, die daran interessiert sind, wie es mir geht. Allerdings habe ich bei oberflächlichen Bekanntschaften, häufen derartige Erfahrungen gemacht.

2 „Secrets. Ich fühle“ von Heather Anastadiu: ISBN: 978-3442268733, Blanvalet Taschenbuch Verlag, 2014

3 durch das Buch „Das normative Korsett – Reglementierungen für Frauen in Gesellschaft und Öffentlichkeit in der deutschsprachigen Anstands- und Benimmliteratur zwischen 1871 und 1914“ von Karin Schrott (ISBN: 978-3826029554, Verlag Königshausen u. Neumann, 2005) wurden für mich diverse geschlechtsspezifische Vorstellungen, die noch in die heutige Zeit hineinwirken, verständlich. Ich konnte nachvollziehen, wie ein Leben für Frauen gegen Ende des 19. Jahrhunderts ausgesehen haben musste. So konnte ich entscheiden, an welchen Stellen meine Charaktere der damaligen „Norm“ entsprechen sollten und wo ich möchte, dass sie davon abweichen.

4 „Regenbogentänzer“ von Nicole Walter: ISBN: 978-3426515501, Knaur TB, 2015


9 Gedanken zu “Masken in Fiction und Realität”

  1. Oh, ein spannendes Thema, das du sehr schön von verschiedenen Seiten beleuchtest!

    Ich hatte beim Lesen die ganze Zeit Das Bildnis des Dorian Gray im Kopf, das ja im Grunde auch von Masken handelt. Auch in der japanischen Gesellschaft sind Masken fast überlebenswichtig, da sieht man richtig gut, wie gesellschaftliche Normen und Konventionen Individualität unterdrücken. Ich selbst hoffe ja, dass ich meine Masken vor allem zur Befreiung verwende, damit ich meinen eigenen Weg gehen kann. Wie du gesagt hast, manchmal sind sie durchaus nützlich für die Kommunikation. Aber dieses Thema hat so viele Facetten, über die man schreiben oder nachdenken könnte!

    • Dorian Gray … wollte ich auch noch lesen.
      An Japan habe ich gar nicht gedacht. Aber jetzt, wo du es sagst. So viel wie ich von dieser Kultur weiß, kommen Masken nicht nur im Alltag, sondern auch bei Zeremonien usw. vor, richtig?

      Ich finde gut, dass du deine Masken zur Befreiung nutzen möchtest. Bei den Facetten stimme ich dir absolut zu. Ich bin am überlegen irgendwann in der nächsten Zeit einen weiteren Aspekt von dem Thema zu beleuchten. Noch bin ich aber unsicher, welchen.

      • Bei traditionellen Zeremonien kenne ich mich leider nicht gut aus … aber zB die Masken im Kabuki-Theater gefallen mir immens, weil sie so wunderschön gefertigt sind und sehr übertriebene Gesichtsausdrücke zeigen. Dort gibt es zwar verschiedene Charaktertypen, aber anscheinend sehr viele Abstufungen und Nuancen.

        Ja, möchten ist wohl das Stichwort. 😀 Aber ich denke auch, dass die Dinge, die du als negativ eingestuft hast, manchmal positiv sein können. Manchmal will man nun mal nicht abgestempelt werden und setzt gerade deshalb eine Maske auf, oder? Auch Schubladendenken kann für den ersten Eindruck nützlich sein, sonst würde unsere Gesellschaft viel schlechter funktionieren. Man muss nur gut aufpassen, dass man nicht dort steckenbleibt.

        • Eine Freundin von mir hatte letztens eine Kurzgeschichte über ein Fest geschrieben, wo Bohnen auf Dämonen (natürlich Menschen mit Masken) geworfen werden, deshalb kam ich auf die Zeremonien. Das Kabuki-Theater klingt interessant, habe ich bislang aber noch nichts von mitbekommen.

          Mit der positiv/negativ Einstufung stimme ich dir zu. Es gibt bei jedem Punkt positive und negative Aspekte, egal ob bei Schubladen oder dem Versteckspiel. Ich sehe es auch so, dass es auf die Abstufung ankommt und wie bewusst wir etwas einsetzen bzw. uns auf andere Möglichkeiten einlassen können – gerade im Bezug auf Schubladen. Für eine grobe Einsortierung sind sie praktisch, solange wir uns die Möglichkeit geben, neu zu bewerten und Schubladen Wechsel zuzulassen.

  2. Die Frage „Wie geht es dir?“ ist leider nur noch eine Floskel. Ich würde daraus nicht ableiten wollen, dass den Leuten es egal ist, wie du dich fühlst. Darum geht es in der Frage nicht. Stattdessen ist es ein erweitertes Hallo. Im englischen Sprachgebrauch tritt das noch stärker zu Tage. Da wird man gleich gegrüßt im Vorbeigehen mit „How you’re doing?“ (entschuldigt den Kiwislang ;)). Und antwortet schon mit „Great/Fine…, and you?“ bevor man überhaupt darüber nachgedacht hat, ob es einem wirklich gut geht. Würde man an der Stelle aber sagen, na ja, hmm, nicht so wirklich, bleiben die Leute auch besorgt stehen und unterhalten sich mit dir.
    Aber davon abgesehen, finde ich schon, dass du Recht hast. Masken gehören zum funktionierenden gesellschaftlichem Leben dazu. Das sind dann oft unbewusste. Da du selber hier so mutig deine Erfahrungen dargelegt hast, will ich selber mich nicht zurückhalten und erzählen, dass ich oft viele Teile von mir versteckt habe, z.B. dass ich gerne Online-Rollenspiele spiele oder Fantasy schreibe. Das waren Sachen, die mir durch die Schulzeit als uncool eingeprägt wurden – a la wenn du das sagst, finden dich alle doof oder belächeln dich nur.
    Es hat eine Weile gebraucht, bis ich es geschafft habe, mir die Maske runterzureißen und ehrlich auf diese Fragen nach dem „was machst du“ zu antworten und siehe da, selbst, wenn die Leute nichts damit anfangen können, mögen sie mich deshalb nicht gleich weniger. Und manchmal entdeckt man plötzlich auch Gemeinsamkeiten. Diese Befreiung war aber nur mit einem gehörigen Schub Selbstbewusstsein möglich. Und Vertrauen. Und dieses Vertrauen fehlt ja in Dystopien gänzlich. Wenn die Maske fällt, bist du dran, kein Wenn und Aber.

    • „Wie geht es dir?“ empfinde ich ebenfalls nur noch als Floskel. Wobei ich sagen muss, dass es mir teilweise wirklich schon passiert ist, dass ich wahrheitsgemäß antwortete – mal nicht mit gut – und dann entsprechend „weggeschoben“ wurde.

      Gerade die unbewussten Masken finde ich schwierig. Manchmal frage ich mich: Welche trage ich gerade? Mache ich mir selbst etwas vor?

      Ich finde toll, dass du mittlerweile offen zu dir und deinen Hobbys stehen kannst. Dafür ist definitiv auch Selbstbewusstsein nötig. Schön, dass du darüber schreibst. – In Dystopien denke ich ebenfalls, dass das Vertrauen fehlt.

  3. Gesellschaftliche Zwänge oder Normen sind ein total interessantes Thema, auch gerade in dem Zusammenhang, den du beleuchtest: der Konflikt zwischen öffentlicher und privater Person. Als Autor hat man da auch schöne Möglichkeiten, finde ich, mit der Perspektive zu spielen. Wie nimmt der Protagonist sich selbst wahr, wie nehmen andere ihn wahr, wie integriert er sich ins System. Das kommt sehr schön raus in dem Ausschnitt, den du zitiert hast!

    • Du bringst mich da gerade auf einen guten Gedanken für meinen zweiten Masken-Beitrag, den ich unbedingt noch schreiben möchte. Die öffentliche und private Person. Danke!
      Danke für das Kompliment. Ich freue mich, dass aus dem Ausschnitt das herauskommt, was ich bezwecken wollte.

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