Passend zu meinem letzten Beitrag, indem ich über meinen Traumbaum berichtete, habe ich heute meine erste Veröffentlichung für dich. Die Kurzgeschichte ist 2008 entstanden und in einer Märchensammlung im Wurdack-Verlag erschienen. Mittlerweile ist die Anthologie nicht mehr erhältlich und ich darf den Text anderweitig veröffentlichen.
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Mein Traumbaum
Mein letzter Ausflug in meinen Garten ist ein paar Tage her. Seitdem stand mein Leben aber nicht still. Neue Träume wurden geboren und alte auf den Weg geschickt, in Erfüllung zu gehen. Also ein guter Zeitpunkt, um dir meinen Traumbaum vorzustellen.
Achtsamkeit, eine Tasse Tee und der tägliche Wahnsinn
Gerade sitze ich vor meinem Laptop, will seit langem wieder die Blumen in meinem Weltengarten erblühen lassen und starre auf die weiße Seite vor mir. Meine Gedanken kreisen nicht mehr so wild wie noch vor ein paar Wochen, dennoch fühlt sich mein Kopf dicht an. Welche Worte soll ich nutzen? Wie finde ich die richtigen Bilder, die womöglich zum Nachdenken und Innehalten einladen? Muss ich das überhaupt?
Nein. Ich muss gar nichts. Aber ich kann alles, was ich möchte. So weit bin ich mittlerweile und doch stehe ich vor einer scheinbar unüberwindbaren Hürde: Wie lasse ich meine inneren Blockaden hinter mir und finde zu mir selbst?
Da unten im Loch ist es sicher – oder?
Hör auf zu flennen! Aus Furcht denkst du, du seist wertlos und andere wären bedeutsam; du heulst und sorgst dich um kleine Dinge, und wenn es einmal gut läuft, flippst du vor Freude aus.
aus „Die Zen-Lehre des Landstreichers Kodo“ von Kodo Sawaki & Kosho Uchiyama, ISBN: 978-3-936018-51-6. S.47
Löcher können wirklich verlockend sein. In ihnen ist es schön gemütlich, dunkel und wir müssen nicht sehen, was es sonst noch gibt. Natürlich, da oben ist irgendwo ein Licht, aber warum sollten wir uns bemühen dorthin zu gelangen, wenn es doch viel bequemer hier unten ist? (mehr …)
Die Wolken sind mein Ziel
Immer wieder passiert es mir: Ich setze mir mehrere Ziele und erreiche nur einen Teil davon. Oder ich setze mir ein viel zu hohes Ziel, dass sich zum gewünschten Zeitpunkt noch in weiter Ferne befindet. Frustriert gebe ich auf oder gönne mir trotzdem meine Belohnung, auch wenn ich mich nicht ganz wohl dabei fühle.
Jeder neue Versuch zeigt mir: Ich habe nicht gelernt, mir kleinere Ziele zu stecken oder den Zeitraum angemessen zu wählen. Wie schaffe ich es also, nicht nach den Wolken greifen zu wollen, sondern lieber nur die Äpfel im Baum zu pflücken? (mehr …)
Ein tiefes Loch im Garten
Was tun, wenn sich im eigenen Garten plötzlich der Boden bewegt und einen in die Tiefe zieht? Wie schnell kann es passieren, dass Steine nicht mehr nur auf dem eigenen Lebensweg landen, sondern gleich das Erdreich unter den Füßen nachgibt?
Plötzlich erscheint alles düster und schwarz. Das Licht über einem, wo der eigene Garten liegen muss, erscheint in unerreichbarer Ferne. Die Wände aus Erde geben keinen Halt, um einfach daran empor zu klettern. Doch wie schaffe ich es, trotzdem nicht aufzugeben und einen Weg nach oben zu finden?
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Wenn der Zweifel an die Gartenpforte klopft
„Andere sind besser als ich.“
„Mir fehlt die Übung.“
„Ich brauche noch mehr Zeit, damit es perfekt wird.“
Ich bin sicherlich nicht die Einzige, die sich mit derartigen Gedanken und Ausreden plagt. Zweifel und Ängste versuchen bei mir oft genug Hoffnung und Zuversicht zum Schweigen zu bringen. Aber muss das sein?
Wir malen die Rosen rot
Es dauert eine Weile, bis aus einem kleinen, zarten Keimling ein prächtiger Rosenbusch wird. Doch irgendwann steht er da. Die ersten Knospen strecken ihre Köpfe der Sonne entgegen. Stolz betrachtest du den Strauch, der da in deinem Garten gewachsen ist. Perfekt geformte Blüten, dunkel grüne Blätter und Dornen. Viele Dornen, die dir in die Finger stechen können, wenn du eine deiner Rosen abschneiden und verschenken möchtest. Deshalb entfernst du die natürliche Abwehr der Pflanze, glättest den Stiel, damit er gut in der Hand liegt und niemanden verletzen kann. Aber wie hilft mir dieses Bild beim Schreiben?
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Steine auf dem Lebensweg
Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen.
Franz Kafka
Ich bin davon überzeugt, jeder kennt das Gefühl, wenn der sonnige Weg durch den Garten des eigenen Lebens über Nacht plötzlich zugewuchert ist. In anderen Momenten sind es viele Steinchen, die nicht zu einem Kiesweg werden, der uns weiter voran trägt, sondern zu einer Mauer, die unüberwindbar scheint.
Aber ist es nicht unsere eigene Entscheidung, ob aus den Steinen eine Mauer oder ein Kiesweg wird? Wie also kann ich es schaffen, es so zu halten wie Franz Kafka und zu sagen: „Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen“?
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Eingeschränkt durch plotten?
Ausgetrocknet, nicht keimfähig – ohne Leben. So können sich nicht nur Samen anfühlen, sondern auch Texte. Aber warum? Weshalb gibt es Samen, aus denen keine Pflanze wird oder wo der Keimling früh verstirbt? Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten: falsche Behandlung, unpassende Umweltbedingungen, genetische Defekte. In einem Gewächshaus ist es möglich die Temperatur, die Dauer des Lichts oder auch die Menge des Wassers zu ändern. Doch was ist mit Texten? Weshalb erwachen diese nicht zum Leben oder anders gefragt: wie ändere ich das?
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