Manchmal überkommt mich das Gefühl, als würden sich zahlreiche Ranken um meine Füße schlingen. Mit ihren Wurzeln ketten sie sich an mir fest und ziehen den Knoten zu. Ich habe viele Pläne, Wünsche und Hoffnungen. Dennoch bekomme ich Dämpfer verpasst, die mich zwingen, langsam und schrittweise vorzugehen. Wahrscheinlich ist es sogar besser, nichts zu überstürzen. Doch, die Ungeduld …
Gemeinsam wachsen
Wenn ich so meinen Garten betrachte, sehe ich um mich herum die unterschiedlichsten Pflanzen und Tiere. Herrlich große Nachtkerzen, die am Abend ihre gelben Blüten öffnen, zierliche Mohnsprösslinge, die bald zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre roten Köpfe der Sonne entgegenrecken. Schmetterlinge, Hummeln, Schnecken und Ameisen finden einen reich gedeckten Tisch, ziehen Nachkommen groß, helfen Pflanzen bei der Verbreitung ihrer Samen.
Und ich? Wie passe ich in dieses Bild der Wunder? Natur, Wachstum und zahlreiche Möglichkeiten liegen vor mir. Aber wo ist mein Platz im Kreislauf der Veränderung?
Liebster Blog? Wirklich?
Gestern habe ich nicht schlecht gestaunt, als ich in meinem Reader die Blogbeiträge von meinen Lieblingsblogs durchgelesen habe. Da wurde mir tatsächlich von Judi Blue der „liebster Blog Award“ verliehen. Ich stehe nicht auf solche „Kettenbriefe„, trotzdem habe ich mich darüber gefreut, weil ich ihren Blog sehr zu schätzen weiß. Laut den Regeln des Awards sollte ich nun einige Fragen beantworten und dann meinerseits Blogger nominieren. Kurz: nicht mein Ding. Aber mir gefällt die Idee „liebster Blog“. Warum also nicht den Titel nehmen und tatsächlich über meine liebsten Blogs schreiben?
Außerdem möchte ich dir verraten, warum ich blogge und wie sehr ich mich über Kommentare und Likes von dir freue.
Flieg, kleiner Käfer
Frisch aus der Puppe geschlüpft, wartet der Marienkäfer auf seinen ersten Flug. Noch müssen die Flügel trocknen, aber er macht bereits Pläne, was er alles erleben möchte. Als Larve träumte er von den bunten Blumen, die in der Ferne schillerten. Jetzt kann er hinfliegen und sie aus der Nähe bewundern. Vieles wird plötzlich möglich. Träume können sich erfüllen. – Aber was ist, wenn der Wind den Marienkäfer in andere Richtungen treibt? Wenn plötzlich die eigenen Pläne und Wünsche nicht mehr glänzend und erstrebenswert erscheinen? Oder sie ganz einfach in Vergessenheit geraten, weil anderes wichtiger sein soll?
Die Magie des Heidelbeerstrauchs
Seit meiner Geburt wächst in meinem Garten ein Heidelbeerstrauch. Mit den Jahren wurde er größer und stärker. Konnte viele Früchte tragen, die mir Kraft für den Tag gaben. Durch meine Erkrankung ist er aber nicht mehr kräftig und voller Äste, wie bei gesunden Menschen. Vielmehr wachsen nur noch wenige Beeren jede Nacht, mit denen ich gut haushalten muss.
Ehe ich dir erkläre, wie die Magie meines Heidelbeerstrauchs funktioniert, möchte ich einen Exkurs zu meiner Erkrankung wagen.
(mehr …)Gedankenkrähen
„Krah! Krah!“, dringt es durch die Luft. Die Schreie von unzähligen Krähen hallen in meinem Kopf wieder. Krähen, die sich festkrallen, wild durcheinander plappern und immer wieder auffliegen. Keine Chance zur Ruhe zu kommen. Aber ich muss schlafen, mich ausruhen. Ich möchte gelassener sein, nicht ständig flatternde Gedanken in meinem Kopf haben.
Eigentlich …
Ja, eigentlich. Dieses Wort, was wir alle immer wieder nutzen. Irgendwie eine Entschuldigung und irgendwie doch nicht. Laut Duden ist es ein Synonym von ursprünglich. Ursprünglich – das passt eigentlich auch viel besser. Fange ich nochmal von vorne an, was ich eigentlich oder eher ursprünglich schreiben wollte? Nein. Weil die Vorüberlegung zu meinen Gedanken gehört, die ich in diesem Beitrag teilen will.
Also: Ursprünglich wollte ich dir meinen Kobold vorstellen. Ein Wesen, das mich gerne zu Höchstleistungen antreibt. Es will nicht, dass ich still sitze. Genau deshalb bin ich heute hier. Mein Kobold muss noch ein wenig warten, aber ich möchte trotzdem meinen Blog mit neuem Leben füllen. Mein Thema heute: „Eigentlich wollte ich ja, …“
Achtsamkeit, eine Tasse Tee und der tägliche Wahnsinn
Gerade sitze ich vor meinem Laptop, will seit langem wieder die Blumen in meinem Weltengarten erblühen lassen und starre auf die weiße Seite vor mir. Meine Gedanken kreisen nicht mehr so wild wie noch vor ein paar Wochen, dennoch fühlt sich mein Kopf dicht an. Welche Worte soll ich nutzen? Wie finde ich die richtigen Bilder, die womöglich zum Nachdenken und Innehalten einladen? Muss ich das überhaupt?
Nein. Ich muss gar nichts. Aber ich kann alles, was ich möchte. So weit bin ich mittlerweile und doch stehe ich vor einer scheinbar unüberwindbaren Hürde: Wie lasse ich meine inneren Blockaden hinter mir und finde zu mir selbst?







