Achtsamkeit, eine Tasse Tee und der tägliche Wahnsinn

Gerade sitze ich vor meinem Laptop, will seit langem wieder die Blumen in meinem Weltengarten erblühen lassen und starre auf die weiße Seite vor mir. Meine Gedanken kreisen nicht mehr so wild wie noch vor ein paar Wochen, dennoch fühlt sich mein Kopf dicht an. Welche Worte soll ich nutzen? Wie finde ich die richtigen Bilder, die womöglich zum Nachdenken und Innehalten einladen? Muss ich das überhaupt?

Nein. Ich muss gar nichts. Aber ich kann alles, was ich möchte. So weit bin ich mittlerweile und doch stehe ich vor einer scheinbar unüberwindbaren Hürde: Wie lasse ich meine inneren Blockaden hinter mir und finde zu mir selbst?

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Da unten im Loch ist es sicher – oder?

Hör auf zu flennen! Aus Furcht denkst du, du seist wertlos und andere wären bedeutsam; du heulst und sorgst dich um kleine Dinge, und wenn es einmal gut läuft, flippst du vor Freude aus.
aus „Die Zen-Lehre des Landstreichers Kodo“ von Kodo Sawaki & Kosho Uchiyama, ISBN: 978-3-936018-51-6. S.47

Löcher können wirklich verlockend sein. In ihnen ist es schön gemütlich, dunkel und wir müssen nicht sehen, was es sonst noch gibt. Natürlich, da oben ist irgendwo ein Licht, aber warum sollten wir uns bemühen dorthin zu gelangen, wenn es doch viel bequemer hier unten ist? Weiterlesen „Da unten im Loch ist es sicher – oder?“

Ein tiefes Loch im Garten

Was tun, wenn sich im eigenen Garten plötzlich der Boden bewegt und einen in die Tiefe zieht? Wie schnell kann es passieren, dass Steine nicht mehr nur auf dem eigenen Lebensweg landen, sondern gleich das Erdreich unter den Füßen nachgibt?

Plötzlich erscheint alles düster und schwarz. Das Licht über einem, wo der eigene Garten liegen muss, erscheint in unerreichbarer Ferne. Die Wände aus Erde geben keinen Halt, um einfach daran empor zu klettern. Doch wie schaffe ich es, trotzdem nicht aufzugeben und einen Weg nach oben zu finden?
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Steine auf dem Lebensweg

Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen.
Franz Kafka

Ich bin davon überzeugt, jeder kennt das Gefühl, wenn der sonnige Weg durch den Garten des eigenen Lebens über Nacht plötzlich zugewuchert ist. In anderen Momenten sind es viele Steinchen, die nicht zu einem Kiesweg werden, der uns weiter voran trägt, sondern zu einer Mauer, die unüberwindbar scheint.

Aber ist es nicht unsere eigene Entscheidung, ob aus den Steinen eine Mauer oder ein Kiesweg wird? Wie also kann ich es schaffen, es so zu halten wie Franz Kafka und zu sagen: „Wege entstehen dadurch, dass wir sie gehen“? Weiterlesen „Steine auf dem Lebensweg“