Mit Steinen den Sternen entgegen

Habe ich Selbstzweifel? Definitiv! Vielleicht ist es eine Autorenkrankheit, auf jeden Fall sind sie immer wieder da und blockieren mich. Dabei sind sie eigentlich gar nicht verkehrt. Sie holen mich auf den Boden zurück und geben mir die Chance, zu wachsen. Aber vor allem zeigen sie mir auch, wo ich vergesse, dass ich mir meine Kräfte einteilen sollte.

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Schreiben ist wie Skilanglauf

Im Schuss bergab kann jeder. Unten ankommen werden auch alle, selbst wenn sich unterwegs ein paar Tannennadeln im Schal verfangen oder einmal mehr der Schnee gekuschelt wird. Aber Langlauf … Langlauf bedeutet Ausdauer und Geduld. Auf den kurzen Strecken bergab heißt es Kräfte sammeln für den nächsten Berganstieg und dazwischen, da kann ich dann einen Moment die verschneite Landschaft genießen. Doch was hat das mit dem Schreiben zu tun?

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Unzählige Möglichkeiten, wie Sandkörner am Meer

Die Brandung trug Muschel um Muschel auf den Strand. Inzwischen war der Sand dicht bedeckt mit den zarten Gebilden. Dennoch führte die Meerjungfrau Mirjam ihr Flötenspiel fort. Mit geschlossenen Augen ließ sie die Töne in den Wind gleiten. Durch ihre Magie verwandelten sich die Klänge in Muscheln.
Nach einer Weile löste Mirjam die Flöte von ihrem Mund, worauf ihr Lied in der Nacht verhallte. Hatte sie es geschafft?
Laura Kier „Die Perlmuttschmetterlinge“ (ISBN 978-1539673033)

Perlmuttschmetterlinge Traeume
Was wäre, wenn nicht? Würde das Märchen dann beginnen oder enden? Stell dir vor, du wärst eine Meerjungfrau und wünschst dir nichts sehnlicher, als zu träumen. Was würdest du tun, um es zu erreichen?
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Pinguine und Ostern? Katzen und Sittiche?

Pinguine? Ostereier? Du meinst, das passt nicht zusammen? Wer behauptet das? Meine liebe Freundin hat vor ein paar Jahren dieses geniale Osterbild gemalt. Für mich ist es mehr als nur ein Bild …

Frohe Ostern Pinguine
Ostern in der Antarktis – ein anderer Brauch als bei uns? Keineswegs. Frohe Ostern!

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Verwachsen

Manchmal überkommt mich das Gefühl, als würden sich zahlreiche Ranken um meine Füße schlingen. Mit ihren Wurzeln ketten sie sich an mir fest und ziehen den Knoten zu. Ich habe viele Pläne, Wünsche und Hoffnungen. Dennoch bekomme ich Dämpfer verpasst, die mich zwingen, langsam und schrittweise vorzugehen. Wahrscheinlich ist es sogar besser, nichts zu überstürzen. Doch, die Ungeduld …
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Gemeinsam wachsen

Wenn ich so meinen Garten betrachte, sehe ich um mich herum die unterschiedlichsten Pflanzen und Tiere. Herrlich große Nachtkerzen, die am Abend ihre gelben Blüten öffnen, zierliche Mohnsprösslinge, die bald zum zweiten Mal in diesem Jahr ihre roten Köpfe der Sonne entgegenrecken. Schmetterlinge, Hummeln, Schnecken und Ameisen finden einen reich gedeckten Tisch, ziehen Nachkommen groß, helfen Pflanzen bei der Verbreitung ihrer Samen.

Und ich? Wie passe ich in dieses Bild der Wunder? Natur, Wachstum und zahlreiche Möglichkeiten liegen vor mir. Aber wo ist mein Platz im Kreislauf der Veränderung?

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Mein Schreiben: Blick in die Vergangenheit

Auf was habe ich mich da bloß eingelassen? *zitter* *hibbel* *angst* Meine erste Lesung.

Also gut. Ich will mich endlich an die Öffentlichkeit trauen und nicht mehr nur für mich schreiben. Am 28.08.2016, heute in zwei Wochen, ist es so weit. Ich werde beim Autorentag am Tankumsee aus meinem Fantasy-Roman  Die Inseln der Träume“ (Pitch zu meinen Inseln) lesen. Für mich ein weiterer Meilenstein in meiner Schreibentwicklung. Deshalb möchte ich heute die Gelegenheit nutzen, zurückzusehen.

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Flieg, kleiner Käfer

Frisch aus der Puppe geschlüpft, wartet der Marienkäfer auf seinen ersten Flug. Noch müssen die Flügel trocknen, aber er macht bereits Pläne, was er alles erleben möchte. Als Larve träumte er von den bunten Blumen, die in der Ferne schillerten. Jetzt kann er hinfliegen und sie aus der Nähe bewundern. Vieles wird plötzlich möglich. Träume können sich erfüllen. – Aber was ist, wenn der Wind den Marienkäfer in andere Richtungen treibt? Wenn plötzlich die eigenen Pläne und Wünsche nicht mehr glänzend und erstrebenswert erscheinen? Oder sie ganz einfach in Vergessenheit geraten, weil anderes wichtiger sein soll?

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Verzweiflung am Gartenzaun

In den letzten Wochen steht sie immer wieder da. Die Verzweiflung. Wie soll es weiter gehen? Das funktioniert so nicht. Unmöglich anzunehmen. Aber ich habe keine andere Wahl. Manchmal sind einem dann doch die Hände gebunden vor allem, wenn es um den eigenen Lebensunterhalt geht.

Nun, wer wäre ich, wenn ich mir von der freundlich winkenden Dame hinterrücks den Garten verwüsten lasse? Ganz klar, nicht ich. Ab und an darf sie zu einem Stück Kuchen vorbeikommen, dann aber wieder gehen.

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