Traumerfüllung trotz Frust und Zweifeln?

Published by Laura Kier on

Bestimmt kennst du es auch, dass ein Traum zunächst wunderschön glitzert, hell leuchtet und dich glücklich macht. Dann folgst du ihm eine Weile und die ersten Hürden kommen in Sicht. Gibst du auf oder folgst du weiter dem Traum?

Aufgeben ist einfach, auch wenn es vielleicht weh tut. Häufig warten nämlich gleich mehrerer Herausforderungen auf uns, wenn wir uns dazu entscheiden, weiterhin unseren Träumen zu folgen. Frust, Selbstzweifel, Versagensängste und viele andere Gefühle sind unsere Wegbegleiter. Bevor du aufgibst, ist jetzt vielleicht der passende Zeitpunkt gekommen, dich diesen Gefühlen zu stellen und mit ihnen umzugehen. Lass mich dir dazu ein paar Ideen an die Hand geben.

Du bist nicht allein

Vergiss das nie. Egal, wie düster es gerade aussieht, wenn du an deinen großen Traum denkst – vielleicht träumst du davon, ein Buch zu veröffentlichen oder die Zugspitze zu besteigen oder … – viele vor dir und noch viele Menschen nach dir erleben Ähnliches, wenn sie an ihre Träume denken. Ja, manchen scheint alles so zuzufliegen und über Steine springen sie scheinbar locker hinweg, aber in der Realität sieht es häufig anders aus. Lass mich dir deshalb von meinem Traum erzählen und den Gefühlen, die mich auf dem Weg zur Verwirklichung begleiten:

Seit ich mit ungefähr elf Jahren einen Beitrag über einen Jungen gesehen habe, der ein Buch über Wesen in einem Stein veröffentlicht hat, wollte ich ebenfalls Bücher veröffentlichen. Den Wunsch mir Geschichten auszudenken und diese niederzuschreiben hatte ich schon früher und auch die ersten Texte zu Papier gebracht. Aber meine Werke der Öffentlichkeit präsentieren – das war ein neuer, aufregender Gedanke. Trotzdem hat es noch viele, viele Jahre gedauert (so etwa zwanzig Jahre), bis sich dieser Traum erfüllte.

Autorin Laura Kier mit Selbstzweifeln

Selbstzweifel, Frust und Ängste? Als Autorin bleibe ich davon nicht verschont.

Auf dem Weg dahin habe ich viel über das Schreiben von Büchern und das Veröffentlichen im Selfpublishing gelernt. Bis meine ersten Märchen erschienen, war der Weg vergleichsweise leicht. Ich musste zwar lernen, mich zu trauen, anderen meine Texte zu zeigen, aber im Vergleich zu den Herausforderungen, die in den folgenden Jahren dazu kamen, waren es kleine Steine.

Schlimmer waren die Selbstzweifel, die durch negative Rezensionen oder Käufe, die hinter den Erwartungen zurückblieben, genährt wurden. Auch die Angst bei jeder neuen Veröffentlichung zu Versagen, und meine Leser zu enttäuschen, schwingt immer mit.

Freund oder Feind?

Zunächst mögen einige negative Gefühle wie der große Feind erscheinen, doch was ist, wenn sie das gar nicht sind? In den letzten Jahren habe ich gelernt, sowohl Selbstzweifel als auch Versagensängste als Freunde zu betrachten.

Beide Arten der Ängste wollen mir zeigen, dass es mir wichtig ist, qualitativ hochwertige Bücher zu schreiben und sie auch erst dann in die Obhut meiner Leser zu geben, wenn ich dafür bereit bin. Wirklich vollständig bereit fühlen wir Autoren uns selten, aber irgendwann kommt der Zeitpunkt, wo wir nur noch verschlimmbessern oder unser Bestmögliches getan haben und den nächsten Schritt wagen können.

So habe ich mir selbst mittlerweile mehrfach bewiesen, dass ich Bücher veröffentlichen kann. Auch dieses Wissen hilft: Ich bin den Weg bereits gegangen und kann ihn wieder schaffen.

Mini-Steps

Den nächsten Schritt wagen ist ein gutes Stichwort. Manchmal wollen wir zu viel auf einmal, wodurch wir uns überfordert fühlen oder wir würden am liebsten ganz viel Zeit damit verbringen, unseren Träumen zu folgen. Manchmal gibt der Alltag diese Zeit nicht her, egal wie stark wir uns darum bemühen unsere Prioritäten umzuschichten. In beiden Fällen hilft es, wenn wir uns erlauben, in Mini-Schritten vorwärtszugehen.

Zwei Minuten, fünf Minuten oder nur ein paar Sekunden über unsere Ideen nachdenken können bereits helfen, dass ein Knoten platzt oder wir das Gefühl haben, wenigstens etwas für unser Ziel tun. Dadurch werden wir oft bereits zufriedener. Schritt für Schritt können wir uns so unserem Traum nähern und auch Ängste zu unseren Freunden machen.

Ich weiß nicht, wo du auf deinem Weg zur Erfüllung deiner Träume stehst, aber vielleicht ist es wie bei der Trauerbewältigung oder ähnlichen Szenarien, dass es verschiedene Stufen gibt, die wir erklimmen müssen, bis wir endlich den Ausblick vom Gipfel bewundern können.

Deshalb möchte ich dich daran erinnern:

  • Du bist nicht allein. Uns allen begegnen Hürden, bis sich unser Traum erfüllt.
  • Freunde an unserer Seite (sowohl Gefühle, als auch menschliche und tierische Freunde) sowie das Gemeinschaftsgefühl können helfen.
  • Und durch viele kleine Schritte können wir unsere Träume in die Tat umsetzen.

 

Ich wünsche dir, dass du weitermachst und an deinen Träumen wächst. Vielleicht hast du noch einen Geheimtipp, wie du mit blockierenden Gefühlen umgehst?

In meiner aktuellen Phönixpost verrate ich dir noch eine Idee, wie ich mich aus Löchern befreie.

Alles Liebe

Laura Kier


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